Respekt.Tut gut.
Vielfältigen Aktionen zum Thema "Respekt".
Eine Initiative in unserer Stadt.
Haltern singt am 3. Oktober –
sei dabei!
Am Tag der Deutschen Einheit wird der Marktplatz zum großen gemeinsamen Chor: Menschen aller Generationen und Kulturen sind eingeladen, gemeinsam zu singen, zu feiern und ein Zeichen für Freiheit, Einheit und Hoffnung zu setzen. Eine Musikgruppe begleitet bekannte Lieder – mitsingen kann jeder!
Und: Bringt eine Kerze oder Laterne mit! Gemeinsam lassen wir den Marktplatz leuchten – zur Erinnerung an die Friedliche Revolution von 1989 und als Zeichen für Frieden, Freiheit und Hoffnung heute.
Foto: Michael David
Ewald Lienen im Zelt
auf dem Marktplatz
Stadtjugendmeisterschaften 2026:
Ein Tag, an dem Respekt gewann
Bossendorfs E-Junioren dürfen als Fairplay-Sieger auf Einladung des FC Schalke 04 ein Bundesligaspiel besuchen.
Attraktive Preise für gelebtes Fairplay.
Ein besonderes Sportprojekt hat bei den diesjährigen Stadtjugendmeisterschaften im Fußball Premiere gefeiert: Am 5. September wurde bei den E- und D-Junioren erstmals der Fairplay-Cup der Initiative „Respekt. Tut gut.“ und des Stadtsportverbandes vergeben.
Die Idee dahinter: Nicht nur Tore und Punkte sollten zählen. Eine zehnköpfige Jury beobachtete die Mannschaften und achtete dabei besonders auf den Umgang miteinander – auf dem Platz ebenso wie daneben. Die Jury war bewusst sehr unterschiedlich zusammengesetzt: Der jüngste Juror war 14 Jahre alt und selbst Schiedsrichter, der älteste 76. Jede Mannschaft wurde von mindestens zwei Juroren beobachtet.
Das erfreuliche Ergebnis: Fairness war nicht die Ausnahme, sondern prägte die Turniere insgesamt. Die Halterner Zeitung zitiert Mitorganisator Hermann Ikemann mit den Worten: „Überwiegend waren es super faire Spiele.“ Bei den E- wie bei den D-Junioren lagen die drei bestbewerteten Mannschaften beim Fairplay sogar sehr eng beieinander.
Am Ende gab es zwei Fairplay-Sieger: Bei den E-Junioren gewann der SV Bossendorf, bei den D-Junioren der SV Lippramsdorf. Bossendorfs E-Jugend darf auf Einladung des FC Schalke 04 ein Bundesligaspiel besuchen. Für die D-Jugend des SV Lippramsdorf geht es dank Evonik zum Training in die BVB-Evonik-Fußballakademie und anschließend zu einem Bundesligaspiel von Borussia Dortmund.
Ein „Tag mit Qualle“ –
Respekt ganz praktisch
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des Schiedsrichters und Influencers Pascal „Qualle“ Martin. Er setzt sich insbesondere für einen respektvollen Umgang mit Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern ein.
Bei den Stadtjugendmeisterschaften blieb es nicht bei Appellen. Qualle leitete selbst Spiele und kam anschließend in einem Workshop mit den jungen Fußballerinnen und Fußballern über Fairness und Respekt ins Gespräch.
Gerade dieser Workshop hinterließ Eindruck. Hermann Ikemann sagte gegenüber der Halterner Zeitung: „Wie er die Kinder und Jugendlichen anspricht, war stark.“ Man habe sehen können, wie begeistert die Kinder ihm zuhörten. Sein Fazit zum gesamten Tag: „Es war insgesamt eine tolle Veranstaltung.“
Damit wurde aus einem Fußballturnier mehr als ein sportlicher Wettbewerb. Der erste Fairplay-Cup hat gezeigt: Respekt kann man nicht nur fordern – man kann ihn beobachten, würdigen und gemeinsam einüben.
Und manchmal gewinnen eben nicht nur die Mannschaften mit den meisten Toren.
Respekt gewinnt.
Respekt – war auch ein wichtiges Thema beim Bosse-Cup 2026
Das Kinderfußballturnier des SV Bossendorf mit mehreren hundert Teilnehmenden stand ganz im Zeichen von „Respekt. Tut gut. In Haltern am See.“
Das Logo der Initiative war auf Bannern, Siegermedaillen, Trikots, Plakaten, Fußbällen und Urkunden präsent und setzte ein sichtbares Zeichen für ein respektvolles Miteinander.
Ein ganz besonderes Dankeschön gilt den Veranstaltern für Ihr tolles Engagement im Sinne unserer Initiative.
Bei der Siegerehrung richtete Michael Ostholthoff als Vertreter des Initiativkreises „Respekt. Tut gut.“ einige Worte an die jungen Spielerinnen und Spieler sowie die zahlreichen Besucherinnen und Besucher. In seiner Ansprache betonte er die Bedeutung von Respekt, Fairness und gegenseitiger Wertschätzung – Werte, die gerade im Sport eine wichtige Rolle spielen und weit über den Fußballplatz hinauswirken.
Beim Kreativ-Wettbewerb beteiligten sich 150 Schülerinnen und Schüler.
Ein Filmbericht und Interview in der WDR-Lokalzeit:
Impressionen von der Preisverleihung
am 28. Januar 2026.
Der Wettbewerb stand unter dem Thema:
Respekt geht uns alle an
Die Resonanz war groß, die Beiträge beeindruckend: Im Rahmen des Kreativwettbewerbs „Respekt. Tut gut.“ wurden am 28. Januar im Paul-Gerhardt-Haus die Preise an die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler verliehen.
„Wir wünschen uns eure Beiträge zum Thema ‚Respekt. Tut gut.‘“ – so lautete die Ausschreibung. Der Kreativität waren dabei keine Grenzen gesetzt: Geschichten, Gedichte, Bilder, Plakate oder Filme – alles war möglich.
Ausgangspunkt des Wettbewerbs war die Überzeugung, dass Respekt die Grundlage eines guten Miteinanders ist. Respektloses Verhalten begegnet uns im Alltag in vielen Formen. Gleichzeitig stellen wir uns entschieden gegen antidemokratisches und antisemitisches Denken und setzen mit Aktionen, Veranstaltungen und Kampagnen ein Zeichen für mehr Respekt in unserer Stadt.
Der Wettbewerb lud junge Menschen dazu ein, ihre Gedanken und Erfahrungen sichtbar zu machen: Was bedeutet Respekt für euch? Wo erlebt ihr Respekt – oder auch Respektlosigkeit – im Alltag? In der Schule, im Freundeskreis, in der Familie oder im öffentlichen Raum?
Die eingereichten Arbeiten zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig die Perspektiven auf dieses wichtige Thema sind, und begeisterten die Jury gleichermaßen durch Kreativität, Tiefgang und persönliche Erfahrungen.
Unsere weiteren Aktionen und Aktivitäten:
Mit dem Feierabendmarkt am 18. Juni 2026 fiel der Startschuss für die zweite Auflage der Aktion. Auch diesmal begleitet und unterstützt die Halterner Zeitung die Kampagne, die Menschen dazu einlädt, über Respekt ins Gespräch zu kommen und gemeinsam ein Zeichen für ein wertschätzendes Miteinander zu setzen.
Impressionen von unseren vielbeachteten Veranstaltungen mit Prof. Dr. Norbert Lammert (26.04.24), Franz Müntefering (02.10.24) und Prof. Dr. Mouhanad Khorchide (06.10.25) findet man weiter unten auf der Website.
Respekt. Tut gut. In Haltern am See.
An der Kundgebung zum 9. November 2023 in Haltern am See anlässlich des Gedenkens an die Reichspogromnacht nahmen viele Menschen und Gruppen teil.
Das Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt, welches in Fortsetzung der Arbeit des “Bündnis gegen Rechts“ die Kundgebung seit vielen Jahren organisiert und durchführt, schreibt auf seiner Website:
„Bereits 1935 waren in Haltern Schilder am Ortseingang, in Geschäften und Gaststätten zu sehen: „Juden unerwünscht“ (Husmann 2020: 29ff.). Häuser markierte man mit zur Tat auffordernden Hinweisen wie: „Hier wohnt ein Jude“. In der Pogromnacht 1938 wurden Juden verhaftet, ihre Wohnungen zerstört, das Mobiliar warf man auf die Straße und verbrannte es. Die Synagoge und der jüdische Friedhof wurden verwüstet und zerstört, die Überreste gab man für den Straßenbau frei (Husmann 2020: 69). Viele jüdische Mitbürger und Mitbürgerinnen flüchteten in andere Städte, entkamen aber nicht der Deportation und Ermordung. 1942 lebten noch fünf jüdische Menschen, eingesperrt im Haus Münsterstraße 28; alle wurden deportiert. Allein der fünfzehnjährige Alexander Lebenstein überlebte. Er ist der einzige Überlebende der 27 zu Beginn der 1930er Jahre in Haltern lebenden jüdischen Menschen.
Das Forum erinnert alljährlich mit einer großen Kundgebung in Haltern an die Schrecken der Pogromnacht. Die Kundgebung setzt ein Zeichen gegen jegliche Art von Fremdenhass.
»Es beschämt uns, dass Menschen wieder Angst um ihr Leben haben.«
Angesichts der sich aktuell verstärkenden Bedrohungslage für jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger in Deutschland wurde im ökumenischen Treffen der Kirchen in Haltern am See nach der gemeinsamen Kundgebung überlegt, wie kontinuierliche Zeichen der Solidarität gesetzt werden können, auch über den Gedenktag hinaus. David Schütz von der Gemeindecaritas in Haltern am See berichtet, was ihn dabei bewegt: »Es beschämt uns, dass Menschen in unserer Gesellschaft nach den Ereignissen, die ab 1938 auch in unserer Stadt stattfanden, wieder Angst um ihr Leben haben.«
In einer Arbeitsgruppe aus dem ökumenischen Treffen der Kirchen, zu der auch Vertreter anderer Initiativen einbezogen wurden, entstand die Idee, das bekannte Motto „Haltern am See. Tut gut.“ mit dem Thema »Respekt. Tut gut. In Haltern am See.« zu verbinden. Dazu kam man mit dem Vereinsvorstand von »Haltern am See. Tut gut. e. V.« ins Gespräch, der seine Unterstützung in dem Anliegen zusagte. Dazu Toddy Geldmann aus dem Vorstand: »Wir vom Verein Haltern am See. Tut gut.unterstützen aus tiefster Überzeugung die Initiative „Respekt. Tut gut.“, weil unsere Demokratie ein wertvolles Gut ist, das es zu schützen gilt!«
Respekt ist ein wichtiger Bestandteil zwischenmenschlicher Beziehungen.
Wenn man ChatGPT zu dem Thema befragt, überrascht die KI im Bruchteil einer Sekunde mit einer prägnanten Antwort: „Respekt bezeichnet die Anerkennung, Wertschätzung und Achtung gegenüber einer Person, einer Gruppe oder einer Idee. Es beinhaltet die Berücksichtigung der Gefühle, Bedürfnisse und Rechte anderer sowie das Verhalten in einer Weise, die ihre Würde und Integrität respektiert. Respekt beinhaltet auch die Fähigkeit, Meinungsverschiedenheiten zuzulassen und dennoch mit Anstand und Höflichkeit zu kommunizieren. Es ist ein wichtiger Bestandteil zwischenmenschlicher Beziehungen und trägt zur Schaffung eines harmonischen und respektvollen Umfelds bei.“
Mit diesen Inhalten identifizieren wir uns. Möglichkeiten aufzuzeigen, sie umzusetzen, ist das Ziel unserer gemeinsamen Initiative.
Wir müssen uns damit auseinandersetzen.
Eigentlich selbstverständlich, aber offensichtlich müssen wir als Gesellschaft uns damit auseinandersetzen und es neu ins Bewusstsein bringen. Nicht nur Menschen anderer Kulturen, Hautfarbe oder sexueller Identität, sondern auch Polizei, Feuerwehr, Sanitäter, Schiedsrichter und Mitglieder anderer Fußballvereine können von mangelndem Respekt berichten.
David Schütz, Andrea Coenen-Brinkert, Hermann Ikemann, Arno Huesmann, Michael Ostholthoff, Hiltrud von der Gathen und Wolfram Heidenreich (nicht im Bild: Lena Schäfer und Norbert Jansen)
Initiiert von:
Katholische Pfarrei St. Sixtus · Haltern am See
Evangelische Kirchengemeinde · Haltern am See
Neuapostolische Kirche · Haltern am See
In Kooperation mit:
Stadtbücherei und Stadtagentur Haltern am See
Haltern am See tut gut! e. V.
Halterner Zeitung
Stadtwerke Haltern am See
Könzgenhaus Haltern am See
und weiteren Vereinen, Institutionen und Initiativen in Haltern am See – denen man sich gerne anschließen kann.
Mitmachen ...
Wir laden alle ein, sich unserer Initiative anzuschließen.
Wenn es Vereine, Gruppen, einzelne Akteure, ... gibt, die sich dem Anliegen anschließen möchten – oder wenn es Ideen, Veranstaltungen und Aktionen gibt, die zu "Respekt. Tut gut." passen, melden Sie sich gerne bei uns über die Mail-Adresse.
Kontakt ...
Die Verantwortung für den Inhalt dieser Projekt-Website trägt das Team der Arbeitsgruppe "Respekt. Tut gut."
Schreiben Sie uns, wenn Sie Fragen haben. Wir sind offen für weitere Kooperationspartner und Ideen.
Impressionen von der Veranstaltung mit Prof. Dr. Mouhanad Khorchide am 06.10.25
Fotos: Wolfram Heidenreich
Impressionen von der Veranstaltung mit Franz Müntefering am 02.10.24
Fotos: Wolfram Heidenreich
Impressionen von der Veranstaltung mit Prof. Dr. Norbert Lammert am 26.04.24
Fotos: Andi Weiland